04.12.03

Drittmittelforschung auf dem Prüfstand

Campus-TV im Dezember 2003

Wie sieht die Unternehmensstruktur in den kommenden Jahren aus? Werden Auktionen im Internet den normalen Handel ablösen und wie kann der Verbraucher profitieren? Fragen, denen im Rahmen eines neuen Sonderforschungsbereiches an der Universität Mannheim nachgegangen wird. Außerdem berichtet Campus-TV über ein Indien Seminar an der Berufsakademie Mannheim und über die Probleme bei der Einwerbung von Drittmittel für Lehre und Forschung an Hochschulen. Im Programm RNF-PLUS des Rhein-Neckar Fernsehens im Kabelkanal 20 zeigt Campus-TV schließlich noch ab Donnerstag, dem 4. Dezember einen Beitrag über das ATLAS Experiment, das Wissenschaftler der Universität Heidelberg am Ringbeschleuniger CERN am Genfer See vorbereiten.

Forschung an Unternehmensstrukturen.
Ein sogenannter Sonderforschungsbereich ist die größte und renommierteste Art der Forschungsförderung in Deutschland. Vergeben wird er nach strengen Kriterien von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Jetzt wurde ein solcher Sonderforschungsbereich neu aufgelegt. Für rund 1,6 Millionen Euro pro Jahr können nun ca. 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 12 Jahre lang dem Thema Gouvernance und die Effizienz ökonomischer Systeme nachgehen. Der Initiator und künftige Sprecher dieses Projekts, Professor Konrad Stahl, lehrt und forscht an der Universität Mannheim.

Indien Seminar an der Berufsakademie Mannheim.
Dass Kalkutta am Ganges liegt und es neuerdings die Greencard für indische Computerspezialisten gibt - mehr fällt uns oft nicht ein, wenn wir von dem geheimnisvollen asiatischen Subkontinent Indien hören. Für die Studierenden der Berufsakademie Mannheim darf das aber künftig nicht mehr gelten. In einem dreitägigen Seminar in den Räumen der Walldorfer Softwareschmiede SAP befassten sie sich ausgiebig mit dem Land, das mit knapp 900 Millionen Einwohnern fast ein Fünftel der Weltbevölkerung stellt.

Drittmittelforschung auf dem Prüfstand.
Wenn man für die Universitätslandschaft in Deutschland in den letzten Jahren ein absolutes Reizwort sucht, dann wird man bei dem Begriff Drittmittel fündig. Kaum ein anderes Wort spaltet die Forschungsnation so wie dieser Begriff, der von Forschern, Mäzenen, der Industrie und vor allem von den Staatsanwaltschaften mehr als unterschiedlich ausgelegt wird. An der Universität Heidelberg befasste sich jetzt ein mehrtägiges Symposium unter dem Titel „Drittmitteleinwerbung – Strafbare Dienstpflicht?“ mit diesem Problem.

Das ATLAS Experiment.
Was wäre wenn? Wenn die Physiker dieser Welt wüssten, wie aus dem Urknall das Universum entstand? Wie unbegrenzt Energie gewonnen werden könnte oder wie man die Schwerkraft beherrschen könnte. Viele Fragen, die noch lange nicht beantwortet sind. Einen Zipfel dieses Fragenteppichs könnten Wissenschaftler der Universität Heidelberg rund um Professor Karlheinz Meier vom Kirchhoff-Institut für Physik lüften, wenn in ein paar Jahren die großen Experimente am Ringbeschleuniger in CERN laufen.

Mit dabei wieder das „anderthalbteam“ aus Heidelberg. Außerdem gibt es Nachrichten aus den rund 15 Hochschulen im Rhein-Neckar-Dreieck.

Und: Neue Sendedaten 2003. Campus-TV: ab Donnerstag, 4. Dezember 2003 jede Woche: Donnerstag um 18 Uhr 30, Freitag um 19 Uhr 30 und Samstag um 19 Uhr 30.

Der Werbepartner, die MVV Energie AG, berichtet in Campus-TV über die neue Notrufnummer, die kostenlos bei Problemen rund um Gas, Strom, Wasser und Fernwärme angerufen werden kann.

Die Sponsoren von Campus-TV sind die gemeinnützige Klaus Tschira Stiftung in Heidelberg, der Mannheimer Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub AG und die John Deere AG.

Durch die Sendung führt Campus-TV Redakteur Joachim Kaiser.