14.08.03

Dem programmierten Zelltod auf der Spur

Campus-TV im August/September 2003

Von Forschungen über den programmierten Zelltod, die mit dem Lautenschläger Forschungspreis der Universität Heidelberg gewürdigt werden, über einen schnellen Chip zum Betrieb von Supercomputern bis hin zu einer Animation, die das Innenleben von Omnibussen offenbart, reicht das Angebot von Campus-TV in der August/September Sendung. Im Programm RNF-PLUS des Rhein-Neckar Fernsehens im Kabelkanal 20 zeigt Campus-TV außerdem ab Donnerstag, dem 14. August einen Bericht über die Ballschule des Instituts für Sport und Sportwissenschaft der Uni Heidelberg, die Kindern mit dem Zappelphilipp-Syndrom zu einem neuen Körpergefühl verhelfen will.

Forschungen über den programmierten Zelltod.
Der Krebsforscher Professor Peter Krammer vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg (DKFZ) hat eine Vision. Irgendwann wird vielleicht die Volkskrankheit Nummer eins, der Krebs, nicht mehr mit schwersten Pharmaka oder der Strahlentherapie behandelt, sondern mit leicht verträglichen Medikamenten, die den Körper selbst zur erfolgreichen Bekämpfung der Krankheit stimulieren. Es geht um den programmierten Zelltod, die sogenannte Apoptose. Professor Peter Krammer wurde jetzt für seine Forschungen für den mit 250 000 Euro dotierten Lautenschläger Forschungspreis der Universität Heidelberg nominiert.

Atoll- Chip der Uni Mannheim für schnelle Rechner.
Supercomputer entstehen, wenn man viele leistungsfähige Prozessoren zu einem Hochleistungsrechner zusammenschließt. Doch gerade dieser Zusammenschluss hat es in sich. Dafür braucht man Netzwerke oder einen besonderen Chip. Und ein solcher Chip, vielleicht sogar der schnellste Chip weltweit für diesen besonderen Zweck, wurde jetzt unter Leitung von Professor Ulrich Brüning von Informatikern der Universität Mannheim entwickelt.

Mit Bewegung gegen das Zappelphilipp-Syndrom ADS.
Hinter dem Kürzel ADS verbirgt sich das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom. Beobachtet wird es vor allem bei Kindern und wird im Volksmund auch als Zappelphilipp-Syndrom bezeichnet. Die Behandlung der betroffenen Kinder ist schwer und bisher gab es nur medikamentöse Ansätze. Jetzt hat das Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg einen neuen Weg eingeschlagen. Unter Leitung von Dr. Christina Hahn versucht man es mit Bewegung gegen Hyperbewegung, also einer Sporttherapie mittels der schon eingeführten Ballschule.

Dem Innenleben von Omnibussen auf der Animationsspur.
Obwohl Omnibusse im Straßenverkehr irgendwie alle gleich aussehen, ist fast jeder Omnibus ein ganz individuelles Gefährt mit vielen Variationen nach Gestaltung, Ausstattung und Farbe. Und wer so ein Fahrzeug bestellt, steht vor der Qual der Wahl. Erleichtert wird dies jetzt durch ein neues Computerprogramm mit Animationen, das gemeinsam von Mercedes Benz Omnibusse in Mannheim, der Karlsruher Firma „Lumo Graphics“ und der Mannheimer Fachhochschule für Technik und Gestaltung entwickelt wurde.

Mit dabei wieder das „anderthalbteam“ aus Heidelberg und außerdem gibt es Nachrichten aus den rund 15 Hochschulen im Rhein-Neckar-Dreieck.

Die Sendedaten Campus-TV: ab Donnerstag, 14. August 2003 jede Woche: Donnerstag um 18 Uhr 30, Freitag um 19 Uhr 30 und Samstag um 19 Uhr 30.

Der Werbepartner, die MVV Energie AG, stellt in Campus-TV ihr Engagement für Kinder aus Tschernobyl und das lebensmittel Nr. 1, das Wasser vor.

Neuer Sponsor bei Campus-TV: John Deere AG.

Die Sponsoren von Campus-TV sind die gemeinnützige Klaus Tschira Stiftung in Heidelberg, der Mannheimer Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub AG und der Landmaschinenbauer John Deere AG, dem es besonders das „anderthalbteam“ angetan hat.

Durch die Sendung führt Campus-TV Redakteur Joachim Kaiser.