06.11.03

Zu Gast im Forschungszentrum CERN

Campus-TV im November 2003

Wann entstand das Weltall? Wann sterben die Sterne? Fragen, denen man am Forschungszentrum CERN in Genf nachgeht. Wissenschaftler aus Heidelberg bereiten am CERN wichtige Projekte vor, die in den kommenden Jahren diese Fragen beantworten sollen. Im Mittelpunkt steht zunächst das sogenannte Grid Computing. Daneben berichtet Campus-TV im Programm RNF-PLUS des Rhein-Neckar Fernsehens im Kabelkanal 20 ab Donnerstag, dem 6. November über eine neue Hochschulkooperation der Universität Mannheim mit Frankreich, über die Tagung „Farbe entsteht im Kopf“ und über einen neuartigen Industrieroboter.

Grid Computing – das Internet der schnellen Rechner.
Ein neuer Begriff sorgt seit einiger Zeit in der wissenschaftlichen Welt für Furore. Es geht um Grid Computing. Ähnlich wie vor vielen Jahren das Internet ist auch Grid Computing eine Entwicklung von Physikern für ein weltweites Kommunikationsnetz. Forscher der Universität Heidelberg wie die Professoren Volker Lindenstruth, Hans Falk Hoffmann und Alois Putzer arbeiten am CERN, dem großen Forschungszentrum in Genf, an Experimenten, die eine ungeheure Rechenleistung verlangen. Speziell dafür wurde Grid Computing entwickelt, denn damit ist man in der Lage, Rechenkapazitäten von Computern in aller Welt zu nutzen. In CERN will man mit Hilfe des größten Ringbeschleunigers der Welt beispielsweise dem Urknall, dem wir die Entstehung des Weltalls verdanken, auf die Spur kommen.

Universität Mannheim vereinbart Kooperation mit führender französischer Wirtschaftshochschule.
Was in der Flugzeugindustrie die Antwort auf die amerikanische Vorherrschaft war, nämlich der Airbus, der an verschiedenen Standorten in Europa zusammengebaut wird, das soll für die europäische Hochschullandschaft eine neuartige Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland werden. Partner sind die französische Elitehochschule ESSEC und die Universität Mannheim. Jetzt wurde der Kooperationsvertrag in Paris unterzeichnet. Campus-TV war dabei.

FH Student patentiert Roboter.
Roboter sind aus der modernen Welt nicht mehr wegzudenken. Auch wenn sie noch lange nicht so furchteinflößend wie etwa die Kampfmaschinen aus den Terminator Filmen sind. Und menschenähnlich müssen sie schon gar nicht sein. Dafür werden ihnen zunehmend Spezialaufgaben übertragen, die für Menschen nur schwierig oder gar nicht zu erledigen sind. Ein solcher Roboter wurde jetzt als Diplomarbeit von dem Diplomanten Peter Olhöft an der Mannheimer Fachhochschule für Technik und Gestaltung entwickelt und patentiert.

Farbe entsteht im Kopf
Wenn man der Frage nachgeht, warum wir Menschen eigentlich Farben sehen können, muss man eigentlich in die Steinzeit zurückgehen. Im Laufe der Evolution musste der Steinzeitmensch in uns lernen, rote Früchte vor grünem Hintergrund ausfindig zu machen, um etwas zu essen zu finden. Heute befassen sich Wissenschaftler aller Couleur von Physikern bis zu Psychologen mit dem Thema Farbe, wie eine Tagung an der Universität Mannheim bewies, die vom Deutschen Farbenzentrum ausgerichtet wurde.

Mit dabei wieder das „anderthalbteam“ aus Heidelberg. Außerdem gibt es Nachrichten aus den rund 15 Hochschulen im Rhein-Neckar-Dreieck.

Und: Neue Sendedaten 2003. Campus-TV: ab Donnerstag, 6. November 2003 jede Woche: Donnerstag um 18 Uhr 30, Freitag um 19 Uhr 30 und Samstag um 19 Uhr 30.

Der Werbepartner, die MVV Energie AG, berichtet in Campus-TV über die neue Zentralwerkstatt in Mannheim, in der Straßenbahnzüge gewartet und repariert werden.

Die Sponsoren von Campus-TV sind die gemeinnützige Klaus Tschira Stiftung in Heidelberg, der Mannheimer Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub AG und die John Deere AG.

Durch die Sendung führt Campus-TV Redakteur Joachim Kaiser.