24.04.01

Ein Professor als Staatsrat

Campus-TV im April  

Wissenschaft und Politik. Der weltweit renommierte Alzheimer-Forscher Professor Konrad Beyreuther, Direktor des Zentrums für Molekulare Biologie an der Universität Heidelberg ist ehrenamtlicher Staatsrat in Baden Württemberg. Mit dem Katheter ins menschliche Herz zu schauen ist kein leichtes Unterfangen, deshalb entwickeln Informatiker der Universität Mannheim einen Herzkatheter-Simulator. Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will. Schülerinnen und Schüler aus dem Rhein-Neckar-Dreieck arbeiten im Life-Science-Lab unter realen Laborbedingungen.

Keine Lust auf das Ministeramt
Was passiert, wenn ein Wissenschaftler sich der Politik verschreibt? Diese spannende Frage kann man zur Zeit bei Prof. Konrad Beyreuther verfolgen. Der Heidelberger Wissenschaftler, weltweit anerkannter Experte in der Alzheimerforschung und Direktor der Zentrums für Molekulare Biologie an der Universität Heidelberg ist seit dem 1. Februar im Gefolge der BSE Krise zum ehrenamtlichen Staatsrat für Lebens- und Gesundheitsschutz in Baden Württemberg ernannt worden. Er sitzt zwar am Kabinettstisch, hat aber kein Stimmrecht. In Campus-TV erklärt Professor Beyreuther, warum er nicht Minister werden will und wie seine Forschungstätigkeit ihm bei der Erfüllung seiner Aufgaben als Politiker hilft.

Simulator für Herzkatheter-Eingriff
Der Herzinfarkt – früher nahezu immer eine tödliche Diagnose – wird heute mit den Mitteln der modernen Medizin immer mehr zu einer behandelbaren Krankheit. Eines der Mittel, die dabei helfen, ist der Herzkatheter. Der Blick ins Innere des Herzens gibt Aufklärung über Schäden und Behandlungsmöglichkeiten. Allerdings ist dies ein Eingriff, der allerhöchstes Fingerspitzengefühl und Können des Kardiologen erfordert. Bisher konnte man nur aus Erfahrung lernen. Künftig sollen die Ärzte den Eingriff an einem Simulator trainieren können, der von Informatikern der Universität Mannheim entwickelt wird. Teamleiterin Ulrike Höfer am Lehrstuhl von Informatikprofessor Reinhard Männer will den Blick ins Herz kontrollierbarer machen.

Naturwissenschaften für Schüler
Das Heidelberger Life-Science-Lab will Schülerinnen und Schüler für die Naturwissenschaften begeistern. Dazu geht man neue Wege und hat ein gemeinsames Bildungsangebot von Schulen, Wissenschaft und Technik unter dem Dach der Technologiepark Heidelberg GmbH ins Leben gerufen. Der Leiter des Projekts, Dr. Thomas Schutz, hat das Projekt initiiert, weil seiner Erfahrung nach gerade die Naturwissenschaften heute im Bildungsleben zu kurz kommen. Das Angebot umfasst Labortage etwa im Deutschen Krebsforschungszentrum oder im Europäischen Labor für Molekularbiologie aber auch Vorträge von Wissenschaftlern und Praktikern. Die jungen Teilnehmer haben gerade eine Portugalreise hinter sich und zeigen sich in Campus-TV begeistert über die vielen Möglichkeiten, die Wissenschaft und Forschung heute bieten.

Mit dabei ist wie immer auch das Team "anderthalb", dieses Mal wieder aus Heidelberg mit Professor Karlheinz Meier und seinem Team. Dazu gibt es die Nachrichten aus den Hochschulen im Rhein-Neckar-Dreieck.

Der Werbepartner, die MVV Energie AG präsentiert in Campus-TV den MVV-Report. Die MVV berichtet über ihe Beteiligung auf der Hannovermesse und dem Mannheimer Maimarkt.

Die Sponsoren von Campus-TV sind die gemeinnützige Klaus Tschira Stiftung in Heidelberg und der Mannheimer Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub AG.

Durch die Sendung führt Campus-TV Redakteur Joachim Kaiser.