22.05.01

Rektor wird Minister

Campus-TV im Mai

Rektor wird Minister: Campus-TV im Gespräch mit Prof. Peter Frankenberg, Rektor der Universität Mannheim, dem künftigen Wissenschaftsminister von Baden-Württemberg. - Die Heidelberger Universitätsbibliothek läßt zur Zeit ihre wertvollsten alten Handschriften digitalisieren, um sie im world wide web einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. - Informatiker der Universität Mannheim entwickeln Verfahren, wie Computer automatisch Satteliten- oder Röntgenbilder auswerten können, ohne das menschliche Auge zu Hilfe zu rufen. - Das Geheimnis der Stereophotographie. An der Mannheimer Fachhochschule für Technik und Gestaltung entführt ein Stereokino in die Welt dreidimensionaler Bilder.

Rektor Frankenberg wird Wissenschaftsminister.
Professor Peter Frankenberg, Rektor der Universität Mannheim wird neuer Wissenschaftsminister in Baden- Württemberg. Er wurde von Ministerpräsident Erwin Teufel als Nachfolger von Klaus von Trotha in das neugebildete Landeskabinett berufen. Frankenberg gilt als ausgewiesener Kenner der deutschen Hochschullandschaft. Er ist seit 1994 Rektor der Universität Mannheim, die er als eine der führenden Reformuniversitäten in Deutschland etablierte. Im Campus-TV Interview erklärt Frankenberg, wie er zu Studiengebühren, die Einführung eines Juniorprofessors oder zu den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen steht. Seine Amtszeit will der neue Wissenschaftsminister mit der Überschrift „Qualität“ versehen. Frankenberg wörtlich: Zur Qualität gehört, daß beide Seiten hochmotiviert und hochqualifiziert sind - nämlich sowohl die Lehrenden als auch die Studierenden.

Ein einmaliges Projekt in Deutschland – die Heidelberger Universitätsbibliothek digitalisiert ihre wertvollsten alten Handschriften.
Rund 2000 Abbildungen und rund 14 000 Seiten Text wurden unter einen Spezialscanner gelegt und für das world wide web aufbereitet. Bisher konnte nur einer verschwindend kleinen Zahl von Interessenten und Forschern Einblick in die alten Handschriften gewährt werden, da sie zu fragil und kostbar sind, um im ständigen Gebrauch zu sein. Universitätsbibliotheksdirektor Dr. Hermann Josef Dörpinghaus will sie nun mit der neuen Technik einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Kunstgeschichtsprofessorin Lieselotte Saurma gibt Aufschluß über die Produktionsweise der alten Handschriften und Campus-TV kann sogar eine Art „Daumenkino“ aus dem Mittelalter zeigen.

Stereophotographie – Bilder im 3-D-Format.
Um Bilder geht es auch an der Mannheimer Fachhochschule für Technik und Gestaltung. Elektronikprofessor Burkhard Voigt setzt die Stereophotographie vor allem ein, um die Komplexität kleinster Schaltungen sichtbar zu machen. Für den Hobbyphotographen erschließen die 3-D-Bilder aber auch neue Dimensionen der Bildverarbeitung. So lassen sich die räumlichen Effekte mittels Spezialbrillen auch auf einem normalen Computerbildschirm darstellen. Höhepunkt seiner Arbeit ist allerdings ein kleines 3-D-Kino, in dem er seine Stereophotographien auf eine Spezialleinwand projiziert.

Computer sollen selbständig Bildmaterial auswerten.
Das ist das Ziel der Forschungen von Professor Christoph Schnörr, Inhaber des Lehrstuhls für Bildverarbeitung, Mustererkennung und Computergrafik der Universität Mannheim. Denn es gibt immer mehr Bildmaterial: etwa bei Sattelitenbildern, oder in der Medizin bei Ultraschall, Röntgen, Computer- oder Kernspintomographie. Wenn man dem Computer beibringen will, Bilder zu unterscheiden, dann geht dies nur mit komplexen mathematischen Modellen, die bei der Erkennung eines Punkts anfangen und bei vollständigen Landschaftsdarstellungen enden. So ist es beispielsweise für das geschulte Auge eines Geographen ein leichtes, aus Sattelitenbildern Berge, Flüsse, Seen oder ein Getreidefeld herauszufiltern, der Computer braucht dazu Hilfe. Dafür entwickeln Professor Schnörr und sein Team neue Berechnungsverfahren.

Mit dabei ist wie immer auch das Team "anderthalb", dieses Mal wieder aus Heidelberg mit Professor Karlheinz Meier und seinem Team. Dazu gibt es die Nachrichten aus den Hochschulen im Rhein-Neckar-Dreieck.

Der Werbepartner, die MVV Energie AG präsentiert in Campus-TV den MVV-Report. Es geht um neue Geschäftsfelder, die die MVV Energie AG auf der Hannovermesse vorgestellt hat.

Die Sponsoren von Campus-TV sind die gemeinnützige Klaus Tschira Stiftung in Heidelberg und der Mannheimer Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub AG.

Durch die Sendung führt Campus-TV Redakteur Joachim Kaiser.