11.09.01

Museum für die Sammlung Prinzhorn

Campus-TV im September

Das Geheimnis der Zelle. Nobelpreisträger Professor Günter Blobel von der Rockefeller University in New York berichtete bei der Klaus Tschira Stiftung über seine Forschungen. Ein Museum für die Sammlung Prinzhorn. Mehr als 6000 Werke geisteskranker Künstler, die in der Heidelberger Psychiatrie gesammelt wurden, finden ein würdiges Zuhause. Wie bringt ein Leistungssportler Studium und Training unter einen Hut. Campus-TV betrachtet das Tagewerk des Ruderers Dirk Marterer. Auf den Spuren der alten Römer in England. Eine Exkursion von Studierenden des Seminars für alte Geschichte der Universität Mannheim erkundete die neuesten Ausgrabungen am Hadrianswall.

Neues Museum für die Sammlung Prinzhorn.
Die Sammlung Prinzhorn der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg ist weltweit berühmt. Jetzt bekommt sie für rund fünf Millionen Mark ein eigenes Museum. Ein ehemalige Hörsaalgebäude der Universitätsklinik wurde umgebaut und ab dem 13. September ist die Sammlung Prinzhorn damit erstmals auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Von den mehr als 6000 Werken geisteskranker Künstler – Zeichnungen, Gemälden, Collagen, Graphiken und Plastiken waren auch berühmte Künstler wie Max Ernst oder Paul Klee fasziniert. Der Leiter der Psychiatrie, Professor Christoph Mundt erläutert in Campus-TV den Wert dieser Sammlung für Psychiatrie und Kunst.

Das Geheimnis der Zelle.
Eine lebende Zelle, egal ob Pflanze, Tier oder Mensch ist so klein, dass man sie mit bloßem Auge nicht sehen kann. Dennoch geht es in einer so winzigen Zelle zu wie in einem geordneten Staatswesen. Da werden Transporte durchgeführt und Pässe ausgestellt. Da wird Tag und Nacht gearbeitet, da werden Produkte hergestellt und versandt. Wenn man nun herausfindet, wie sich beispielsweise eine menschliche Zelle organisiert, dann kann man viel über die genetischen Anlagen des Menschen, seine Krankheiten und seine Entwicklung lernen. Damit befasst sich Professor Günter Blobel von der Rockefeller University in New York. Er erhielt dafür 1999 den Nobelpreis für Physiologie und Medizin. Bei einem Kolloquium bei der Klaus Tschira Stiftung in der Villa Bosch in Heidelberg sprach er über seine Forschungen.

Traumziel Olympia
Dirk Marterer studiert im dritten Semester Jura an der Universität Heidelberg. Rudern hat ihn schon immer fasziniert und so war es klar, dass er einmal in seinem Sport ganz nach oben kommen will. Und seine Erfolge geben ihm recht. So wurde er mit seinen Kollegen im Achter 1999 Militärweltmeister, 1997 bei den Junioren 3. im Vierer ohne und in diesem Jahr sogar deutscher Vizemeister im Achter bei den unter 23-jährigen. Außerdem holte er noch viele weitere Titel in verschiedenen Bootsklassen in seiner jeweiligen Alterklasse. Allerdings ist es nicht ganz einfach, Studium und Sport unter einen Hut zu bringen. Ein Kooperationsabkommen der Universität Heidelberg mit dem Olympiastützpunkt Rhein Neckar, mit der Pädagogischen Hochschule und dem Studentenwerk soll künftig Leistungssportlern wie ihm helfen, beides besser zu bewältigen. Campus-TV begleitete daher Dirk Marterer einen Tag lang bei Studium und Training.

Auf den Spuren der Römer in England
Grau ist alle Theorie. Das gilt besonders für Geschichtsstudenten, die ja das Zeitalter ihrer Begierde nie miterleben dürfen. Am Seminar für alte Geschichte der Universität Mannheim geht man deshalb mit den Studierenden auf große Fahrt, um vor Ort den Hauch der Geschichte zu atmen. Doch es ging nicht zu den wohlbekannten Stätten des klassischen Altertums - etwa nach Griechenland, sondern man zog mit Professor Kai Brodersen gen England, auf den Spuren der Römer nach Newcastle in Britannica. Dort erregten vor allem neue Ausgrabungen am sogenannten Hadrianswall das Interesse. Der Hadrianswall ist von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt und zieht sich fast über die ganze Insel. Es ist somit auch das einzige erhaltene Denkmal aus der Römerzeit, dass man vom Weltall aus erkennen kann.

Dazu gibt es die Nachrichten aus den Hochschulen im Rhein-Neckar-Dreieck.

Der Werbepartner, die MVV Energie AG präsentiert in Campus-TV den MVV-Report. Es geht unter anderem um den 1. Spatenstich für den Ersatzmüllkessel auf der Friesenheimer Insel.

Die Sponsoren von Campus-TV sind die gemeinnützige Klaus Tschira Stiftung in Heidelberg und der Mannheimer Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub AG.

Durch die Sendung führt Campus-TV Redakteur Joachim Kaiser.