09.10.01

Biomolekulare Maschinen

Campus-TV im Oktober

Die Leberdialyse. Professor Matthias Löhr von der Fakultät für Klinische Medizin Mannheim der Universität Heidelberg erklärt, wann eine Leberdialyse sinnvoll ist und welche Bedeutung das Mannheimer Dialysezentrum hat. Die ökonomischen Folgen der Alterung. Das Mannheimer Forschungsinstitut Ökonomie und demographischer Wandel der Universität Mannheim soll die Folgen der Alterung der Bevölkerung für Wirtschaft und Politik untersuchen. Das intelligente Haus. An der Mannheimer Fachhochschule für Technik und Gestaltung zeigte eine Ausstellung wie das Haus der Zukunft aussehen kann. Haustechnik wird via Telephon abrufbar. Die Zukunft gehört der Erforschung der biomolekularen Maschinen. Das erklärt Professor Christoph Cremer von der Universität Heidelberg in Campus-TV. In dem neuen innovativen Forschungsgebiet sollen unter Federführung der Universität Heidelberg neue Verfahren zur Erforschung der Einflüsse von außen, denen auch die menschlichen Zellen ausgesetzt sind, entwickelt werden.

Die Leberdialyse
Was sich bei Menschen mit schweren Nierenschädigungen seit Jahren bewährt hat, kann in ähnlicher Form jetzt auch Patienten mit Erkrankungen der Leber helfen: Die Leberdialyse! Das einzige Zentrum in der Region ist jetzt an der Fakultät für Klinische Medizin Mannheim der Universität Heidelberg zu finden. Professor Matthias Löhr erklärt in Campus-TV, wann eine Leberdialyse sinnvoll ist und worauf es ankommt. Vor allem bei der Vorbereitung von Lebertransplantationen kann die Dialyse wertvolle Hilfe leisten. Außerdem geht es auch darum, die Zeit bis zu einer Transplantation zu überbrücken. Bei den Stoffen, die bei dieser Dialyse aus der Leber gewaschen werden sollen, spielt vor allem das Bilirubin, der gelbe Blutfarbstoff eine wichtige Rolle. In normaler Konzentration ist es für den Körper wichtig und nützlich, bei 30- bis 40-facher Konzentration wirkt das Bilirubin allerdings als Gewebegift für Körper und Leber.

Institut für Altersforschung
Unsere Gesellschaft wird immer älter. Die tiefgreifenden Konsequenzen dieser Entwicklung untersucht künftig das neugegründete „Mannheim Research Institute for the Economics of Aging“ (MEA). Das Institut - gegründet und geleitet von Professor Axel Börsch-Supan - ist bundesweit einmalig in dreierlei Hinsicht: thematisch, organisatorisch und finanziell. Wichtige Aufgabe von MEA ist, aufbauend auf der wissenschaftlichen Analyse, die Beratungstätigkeit für Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Die Einrichtung ist Bestandteil der Fakultät für Volkswirtschaftslehre der Universität Mannheim. MEA wird die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des demographischen Wandels untersuchen. Beispielsweise geht es der Frage nach, welche Auswirkungen die Änderung der Altersstruktur auf die Kapitalrenditeentwicklung in Deutschland hat.

Ausstellung: das intelligente Haus
Via Telephon zu Hause die Heizung einschalten. Was heute noch für viele nach Zukunftsmusik klingt, ist schon lange möglich. Die Mannheimer Fachhochschule für Technik und Gestaltung zeigte bei einer Ausstellung, wie das intelligente Haus der Zukunft aussehen kann. In Campus-TV erläutert Professor Hermann Merz, die verschiedenen Verfahren, mit denen Haustechnik installiert werden kann. Besonders geht es dabei um die Bedeutung interner Kommunikationssysteme, den sogenannten Installationsbussen.

Biomolekulare Maschinen
In Heidelberg haben sich 35 Arbeitsgruppen aus der Bioregion Rhein-Neckar zur "BMM-Initiative" zusammengeschlossen. BMM steht für "Biomolekulare Maschinen/Biomolekulare Mikroskopie" und umschreibt ein äußerst innovatives neues Forschungsgebiet. Beteiligt sind die Universitäten Heidelberg und Mannheim, das Deutsche Krebsforschungszentrum, das Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung und das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie. Ziel ist die quantitative Analyse und Modellierung von "Biomolekularen Maschinen" in vitro (außerhalb der Zelle) und in (in der lebenden Zelle selbst). Dabei kommt neuen Verfahren der lichtoptischen Analyse ("Biomolekulare Mikroskopie") und der Computersimulation eine besondere Bedeutung zu. Koordinator Professor Christoph Cremer stellt in Campus-TV die Initiative als neues Integrationskonzept in den Lebenswissenschaften vor. Dabei geht es vor allem um die äußeren Einflüsse auf die Zelle, die wesentliche Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen haben. Die Biomolekularen Maschinen wiederum spielen bei der Umsetzung dieser Einflüsse auf die Zelle eine wesentliche Rolle.

Dazu gibt es die Nachrichten aus den Hochschulen im Rhein-Neckar-Dreieck.

Der Werbepartner, die MVV Energie AG gibt in Campus-TV den Startschuß für Vype. Vype ist das Powerline-System der MVV, das jetzt auch für den Privatkunden offen ist.

Die Sponsoren von Campus-TV sind die gemeinnützige Klaus Tschira Stiftung in Heidelberg und der Mannheimer Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub AG.

Durch die Sendung führt Campus-TV Redakteur Joachim Kaiser.